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Wenn du nicht gewinnst, bist du gefeuert… … mit diesen Worten verabschiedet
sich mein Chef von mir. Es ist Freitag Mittag und die Weisswurst, die
wir gerade verputzt haben ( vier sind echt zuvie!!!) liegt mir noch schwer
im Magen. Ich bin auf den Weg zum Plattling Rodeo. Sicherlich eines der
wichtigeren Rodeos der Saison, zählt der Event doch immerhin zum
Eurocup, als Deutsche Meisterschaft, zur Quali für die Weltmeisterschaft
in Australien und zur Quali für die Europameisterschaft in Spanien…kurz:
Es geht um die Wurst und zwar nicht um die Weisse. Dank Internet bekommt man heutzutage sehr viele Informationen schon vorab: Ablauf des Events, Übernachtungsmöglichkeiten, Verpflegung und die Höhe des Startgeldes sind da nur ein kleiner Teil. Überraschungen gibt es aber immer wieder. So auch in Plattling. Kaum auf das Veranstaltungsgelände gefahren muss ich mit entsetzten feststellen, dass man in Niederbayern anscheinend auch in der horizontale sein Geschäft erledigt, anders kann ich mir die umgekippten Dixi Toiletten nicht erklären. Jeder so wie er es mag! Ansonsten scheint alles Tippi-Toppi. Es gibt ein kleine Ausstellung der Firma Karstadt Sport München, einen Testbereich für Kajaks und Kanu und eine Cocktailbar. Zusammen mit dem unwiderstehlichen Geruch der Steaks auf dem Grill konnte man sich nur wohl fühlen. Endlich wieder europäisch fühlen. Wer über das Gelände flaniert bekommt schnell einen Eindruck davon, wie viele andere Nationen diesen Sport noch ausüben. Engländer hier, Tschechen dort und da hinten im Eck klingt es nach Russisch, könnten aber auch die Österreicher sein. Auf jeden Fall waren alle da. So auch unser aller Schorschi Schauf, der sein Wohnmobil „Ulla“ wieder reaktiviert hat und für ordnungsgemässe Beschallung des Wettkampfortes sorgt. Ausserdem baut er noch einen Schweinetrog auf, heizt das Wasser darin mittels eines Durchlauferhitzers Marke Eigenbau und sorgt für wohlige Badezimmerstimmung direkt vor Ort mit Blick auf die Walze. Ja man, es ist wieder Rodeo! Samstag früh ging es dann
auch recht planmässig mit den Vorläufen los. Aufgrund der grossen
Teilnehmerzahl zogen sie sich bis in den frühen Abend. Juniorinnen,
Junioren, C1, Damen K1, OC1, K1 Herren, viele 45 Sekunden Läufe die
es zu bewerten gab. Sonntag ist Finaltag. Und mit
den Halbfinals und den Finals kamen dann auch die ersten Überraschungen.
Bei den Damen zum Beispiel. Jutta Kaiser patzt im entscheidenen Moment
und macht den Weg frei für Susanne Spölmink aus Rosenheim. Aufmerksam
Juttas Läufe analysiert entscheidet sie sich für die Spin-to-Win
Taktik. In meinen Augen ein Zeichen dafür, dass die Frau den Sport
verstanden hat. Die Taktik geht auf, Susanne qualifiziert sich als einzige
deutsche für das Finale der Besten Fünf und ist somit neue Deusche
Meisterin 2004. Glückwunsch! Jutta Kaiser wird, gefolgt von Antonia
Drinnenberg, Vizemeisterin. Gratulation auch den beiden. Wenn du nicht gewinnst bist du gefeuert! Die Worte meines Chefs klingen mir noch immer im Ohr… Ich für meinen Teil habe mir meinen Arbeitsplatz für´s erste gesichert…bis zum nächsten Rodeo! Gruss an alle Chefs da draussen Nico
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